VW-BUS

VW-Bus oder VW-Transporter ist der Name des werksintern als VW Typ 2 benannten Kleintransporters, des zweiten zivilen Volkswagens nach dem VW Käfer (VW Typ 1). Er ist auch als Bulli bekannt. 1948 wurde der erste Prototyp gebaut und 1950 begann die Serienfertigung. Inzwischen wird als 5. Generation der T5 hergestellt, die vorangegangenen heißen T1, T2, T3 und T4, nicht zu verwechseln mit der Baureihenbezeichnung Typ 2.

Der VW Transporter wird als Kleinbus, Kastenwagen und Pritschenwagen angeboten.



GESCHICHTE

Ben_ponDie Idee für den Wagen wird dem niederländischen VW-Importeur Ben Pon senior zugeschrieben, der im Volkswagenwerk die für den internen Transportverkehr eingesetzten „Plattenwagen“ gesehen hatte.  Zum werksinternen Warentransport waren ausgemusterte Käfer-Versuchsfahrgestelle umgebaut und mit einfachen Holzplatten als Ladefläche versehen worden.


 

T1 (1950–1967)

Die Serienfertigung des Volkswagen Typ 2 T1 begann im März 1950 im Volkswagenwerk Wolfsburg. Merkmal des T1 ist die Front mit V-förmig zulaufenden Sicken, dem großen VW-Emblem und der geteilten Frontscheibe. Fahrer- und Beifahrertür hatten Schiebefenster mit Knebelrasten und je ein schmales Ausstellfenster.

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Die Technik des T1 wurde großteils vom VW Käfer übernommen: Heckantrieb mit luftgekühltem 4-Zylinder-Boxermotor, der anfangs 24 PS leistete. Der Wagen hatte Trommelbremsen vorn und hinten. Die im Gegensatz zum Käfer selbsttragende Karosserie war für die Aufnahme der über 900 kg Nutzlast mit Quer- und Längsprofilen verstärkt. Das Lenkrad stand flach und war größer als beim Käfer.

Der Absatz des Transporters entwickelte sich so erfolgreich, dass die Produktion am 8. März 1956 vom Stammwerk Wolfsburg in das neue VW-Werk Hannover verlegt wurde.


T2 (1967–1979)

Die Weiterentwicklung des T1, der T2 wurde 1967 eingeführt. Das beim Vorgänger eingeschlagene Konzept wurde beibehalten und die Technik von Fahrwerk und Karosserie weiter verbessert. Wie der Vorgänger wurde der T2 im VW-Werk Hannover hergestellt. Von den ca. 2,5 Mio. in Deutschland produzierten T2 wurden über zwei Drittel exportiert.

800px-1973-1980_Volkswagen_Kombi_(T2)_van_01Der neue Transporter hatte neben einer komfortableren Fahrerkabine mit einer ungeteilten Frontscheibe ein anderes Lenkgetriebe, eine verbesserte Hinterachse und einen stärkeren Motor. Das Armaturenbrett mit Handschuhfach war größer und mit zusätzlichen Belüftungsdüsen ausgeführt. Die seitliche Schiebetür war serienmäßig.

Ab Modelljahr 1968 (August 1967) hatten alle T2 eine Zweikreisbremsanlage und ab August 1970 Scheibenbremsen an der Vorderachse. Im Jahr darauf kam ein stärkerer „Flachmotor“ zusätzlich ins Programm, der aus zunächst 1,7 Litern Hubraum 66 PS bereitstellte. Mit diesem Motor konnte der Transporter ab 1972 auch mit einer Dreigang-Automatik versehen werden. Mit einem verstärkten Fahrwerk und 1,2 Tonnen Nutzlast war der Wagen ab 1974 erhältlich. Von 1975 an bis zum Ende der Produktion 1979 wurde der T2 mit dem 1600er-Basismotor und 50 PS sowie einem 70 PS leistenden 2-Liter-Flachmotor angeboten (letzterer a.W. auch mit Dreigang-Automatik).


T3 (1979–1992)800px-Volkswagen_Vanagon_--_11-13-2011

Der Nachfolger des T2, der T3 wurde 1979 eingeführt. Das Konzept der Vorgänger wurde beibehalten, wobei das Fahrwerk und die Karosserie erheblich weiterentwickelt wurden.

Der neue T3 war deutlich geräumiger; der Radstand wurde um 60 mm vergrößert, was die Wagenlänge um etwa den gleichen Wert steigerte. 1981 war erstmalig ein Dieselaggregat im Angebot; ab 1982 kamen ausschließlich wassergekühlte Motoren zum Einsatz. Ab Mitte der 1980er-Jahre waren exklusiv ausgestattete Modelle wie der Caravelle Carat oder Ausführungen mit Allradantrieb (Syncro) erhältlich. Sondermodelle in gehobener Ausstattung gab es als WHITESTAR und BLUESTAR. Im Oktober 1990 wurde das Modell vom VW T4 mit Frontmotor und -antrieb abgelöst.

Bis 1992 wurden noch Behördenfahrzeuge und Syncros bei der Steyr Daimler Puch AG in Österreich hergestellt. Zum endgültigen Auslaufen der Baureihe brachte VW eine Neuauflage des Multivans als „Limited Last Edition“ (LLE) heraus. Das Sondermodell REDSTAR gab es nach der Sonderserie „Limited Last Edition“ nur für Werksangehörige. In Südafrika wurde der T3 noch bis Sommer 2003 als Microbus und Caravelle weitergebaut und nur auf dem afrikanischen Markt vertrieben.


T4 (1990–2003)

Mit der Einführung des T4 (VW-interne Modellbezeichnung: Typ 7D) ab August 1990 – einer kompletten Neukonstruktion – ging nach 34 Jahren auch im Volkswagenwerk Hannover die Ära des Heckantriebs und des Heckmotors zu Ende.

T4 GP (1995–2003)

Der T4 erfuhr zum Jahresende 1995 eine „Große Produktaufwertung“ (GP), ein Eigenname von VW für Modellpflege.

T5 (seit 2003)
Der T5 ist ein weiterentwickelter T4 und wird seit Spätsommer 2003 als fünfte Generation des VW-Transporters produziert.



VERWANDTE MODELLE

Ebenso wie den New Beetle von 1994 entwickelte VW 2004 den VW Microbus im Retro-Design als Reminiszenz an die T1/T2-Familie der 1950er und 1960er Jahre. Die geplante Serienfertigung wurde jedoch zurückgestellt. Der Prototyp war auf verschiedenen Fahrzeugausstellungen zu sehen. Im März 2011 zeigte VW auf dem Genfer Autosalon die Studie „Bulli“. Dieser Micro-Van soll ab 2015 serienmäßig produziert werd800px-VW_Microbus_2001_1en.

Im Nutzfahrzeugbereich wurde die Modellpalette durch den VW LT (1975–2006) und dessen Nachfolger VW Crafter (seit 2006) ergänzt.

Der VW-Bus hatte – ähnlich wie der Käfer – verschiedene Film- und Fernsehauftritte, wenn auch nicht in Hauptrollen, so doch in „tragenden“ Rollen. Zudem erschien der Bus in diversen Werbeplakaten und -clips.


zum vollständigen Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/VW_Bus


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